06.10.2020

Transkriptionsregeln – Einfach oder komplex?

Der Anwendungsbereich bestimmt die Transkriptionsregel.

Die Video- oder Audio-Aufzeichnung ist fertig. Der nächste Schritt ist die schriftliche Dokumentation, die Transkription. Der Arbeitsaufwand für Transkriptionen wird oft unterschätzt. Interview Transkriptionen zum Beispiel sind sehr zeitintensiv. Für eine Audiostunde werden etwa 5 – 10 Stunden für die Verschriftlichung benötigt.
Dafür gibt es unterschiedliche Transkriptionsregeln. Für Recherche- und Analysezwecke im Bereich der Marktforschung oder Wissenschaft sehen die Transkripte anders aus, als zur Wiedergabe in Zeitungen und Magazinen für Medien oder Journalismus.


Interview Aufzeichnung Quelle: CoWomen - Pexels

Schriftliche Dokumentation - Arbeitsgrundlage für weitergehende Analysen.

Im wissenschaftlichen Bereich dient die schriftliche Dokumentation detaillierten Analysen.

Die Transkription im Rahmen wissenschaftlichen Arbeitens ist kein Kernbestandteil und wird in aller Regel an einen externen Dienstleister, wie Pullmedia.de Audio2Text, ausgelagert.

Welche Transkriptionsregel zum Tragen kommt, ist abhängig davon, welcher Aspekt im Vordergrund steht. Einfache, geglättete Transkriptionen konzentrieren sich auf den Inhalt des Gesagten. Diese Transkriptionen kommen am häufigsten vor. Sie werden immer dann angewendet, wenn eine gute Lesbarkeit im Vordergrund steht. Für Forschungszwecke müssen komplexere Transkriptionen erstellt werden, die latente Strukturen, Emotionslaute, nonverbale Äußerungen und sprachliche Besonderheiten erfassen. Bei diesen Transkriptionen werden auch Gesprächspausen, Tonlagen oder Betonungen sowie Sprachbestandteile, wie hörbares Ein- oder Ausatmen erfasst. Das sind äußerst aufwendige Transkriptionsverfahren, die zu Lasten einer guten Lesbarkeit gehen, vor allem für wissenschaftliche Forschungen und Analysen jedoch unerlässlich sind.

Einen tieferen Einstieg in das Thema Transkriptionsregeln bietet ein Blick auf die Website von Pullmedia.de mit detaillierten Informationen und Beispielen der Basisregelwerke.


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