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42 - Die Antwort auf alle Fragen.* | pullmedia
28.09.2021

42 - Die Antwort auf alle Fragen.*

Ein gelungenes Interview zu führen, ist eine Kunst für sich.

Es gibt verschiedene Arten von Interviews. Zum Beispiel ein Interview, bei dem der Fokus auf der Person des Interviewpartners und seiner Geschichte liegt oder um eine Einschätzung oder persönliche Sichtweise zu erfragen oder die Diskussion eines Sachthemas. Interviews werden unter anderem im Rahmen von Studien, der Forschung oder für Masterarbeiten geführt.

Mit einer guten Vorbereitung, ein paar Tipps und etwas Übung, sind die speziellen Techniken eines Interviews erlernbar.

Ein gutes Interview braucht Vorbereitung.

Das Thema steht fest, die richtigen Experten sind eingeladen. Sie haben sich vor dem Interview mit der Vita Ihres Gesprächspartners und seiner Expertise vertraut gemacht und signalisieren ihm mit den richtigen Fragen Respekt gegenüber seiner fachlichen Kompetenz.

Schreiben Sie die Fragen, die Sie stellen wollen, vorher auf. Dadurch werden keine wesentlichen Aspekte vergessen. Notieren Sie auch mögliche Antworten. Welche Informationen brauchen Sie von Ihrem Interviewpartner? Die konkrete Zielsetzung sollte bereits bei der Formulierung der Fragen bekannt sein. Gehen Sie aber das Interview nicht zu strikt an, sondern lassen Sie Raum für abweichende Antworten. Das gilt gerade bei Experteninterviews. Diese Antworten können sehr interessant sein und erlauben möglicherweise, tiefer in das Thema einzusteigen.

Schreiben Sie auch auf, welche Schwierigkeiten auftreten könnten und wie Sie damit umgehen. Behalten Sie beim Interview die Führung und holen den Gesprächspartner sanft wieder zurück, wenn er zu sehr vom eigentlichen Thema abdriftet.

Vom Einfachen zum Komplexen.

Im Idealfall beginnt das Interview mit einer Frage zum persönlichen Bezug des Interviewpartners zum Thema.
Stellen Sie immer nur eine Frage nach der anderen, keine Kettenfragen, damit überfordern Sie Ihren Gesprächspartner möglicherweise. Haken Sie lieber mit Folgefragen nach, wenn Ihre Frage noch nicht ausreichend beantwortet ist. Auch wenn die Antwort aus mehreren Teilen besteht, können diese später bei der Analyse zusammengeführt werden.
Kontroverse, provokative oder informatorische Fragen? Das ist abhängig davon, welches Ziel Sie mit dem Interview verfolgen.

Der Kern eines jeden Interviews: Stellen Sie die richtigen Fragen!

Die wichtigsten Fragen sind offene Fragen, die sogenannten W-Fragen: Wer, Wo, Was, Wann, Wie, Warum, Woher.
Damit Sie in der Aufregung nicht in geschlossene Fragen verfallen, ist die Vorbereitung Ihrer Fragen extrem wichtig. „Waren Sie über das Verhalten dieser Person verärgert?“ Ein schlichtes „Ja“ bringt Sie an dieser Stelle nicht weiter. Formulierungen, wie „Was haben Sie bei diesem Verhalten empfunden?“ oder „Warum reagierten Sie auf das Verhalten verärgert?“ lassen Ihrem Gesprächspartner die Möglichkeit, ausführlich zu antworten.

DAS legendäre Interview mit Willy Brandt (1972).

Erfolgreiche Interviews führen ist erlernbar.

Interviews werden in unterschiedlichen Formen durchgeführt. Schriftlich, per E-Mail oder Fragebogen, telefonisch oder persönlich. Die Herausforderung bei einem schriftlichen Interview besteht darin, dass das Interview in einem starren Konstrukt stecken bleibt und spontane Antworten oder tiefer in die Materie gehende Aspekte leichter untergehen.

Am einfachsten ist es, das Interview aufzuzeichnen und im Anschluss zu transkribieren, damit Sie sich ganz auf das Interview konzentrieren können. Die anschließende Transkription erledigen Sie später selbst, mit einer Spracherkennungssoftware oder Sie übergeben die Transkription auch anspruchsvoller Interviews einem Audio-Transkriptionsdienstleister, wie Pullmedia.

Abhängig von der Verwendung des Interviews kommen verschiedene Transkriptionsregeln zum Tragen. Die meisten Interviews werden geglättet transkribiert, also um Grammatik- und Rechtschreibfehler bereinigt und ins Hochdeutsche übertragen.

Eine besondere Herausforderung ist die Transkription nach festgelegten Regelwerken, zum Beispiel Dresing/Pehl, Kuckartz und andere. Diese Interview-Transkription bietet sich vor allem an, wenn weitergehende Analysen notwendig sind.
Wenn Sie tiefer in das Thema Transkriptionsregeln einsteigen möchten, empfehle ich einen Blick auf die Website von Pullmedia.de mit ausführlichen und detaillierten Informationen.

Nervös?

Gerade wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit Interviews haben, sind Sie sehr nervös und aufgeregt. Das legt sich in der Regel im Verlauf des Interviews. Wie Sie mit ein paar Übungen auch bei Lampenfieber einen kühlen Kopf bewahren, lesen Sie hier im Blog.

Und denken Sie immer daran: Lassen Sie den Gesprächspartner ausreden. Dazwischenreden ist nicht nur frustrierend, es erschwert und beeinträchtigt auch die spätere Transkription.

*) Vielen Dank Douglas Adams für "Per Anhalter durch die Galaxis".


Interview Transkription Spracherkennung Produktivität Video Autor: EP

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